Anteil von Professorinnen in Baden-Württemberg

23.12.2017

Anteil von Professorinnen in Baden-Württemberg

Brigitte Lösch MdL fragte in einem Abgeordnetenantrag nach, wie die Situation von Professorinnen in Baden-Württemberg ist

Brigitte Lösch MdL stellte als Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Kunst und Kultur und in der Fraktion Grüne für Gender und Diversity zuständige Abgeordnete einen Abgeordnetenantrag „Professorinnen in Baden-Württemberg“ ans Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Dabei ging es unter anderem um die Fragestellungen, wie sich die Zahl der Professorinnen in Baden-Württemberg entwickelt hat und in wie weit das Ministerium Anstrengungen unternommen hat, um Frauen auf dem Weg zur Professur zu fördern. Lesen Sie hier den Antrag und die Antwort des Ministeriums (Drs. 16-3013) - mit der Anmerkung, dass die hier dargestellten, hochschul- und fachbereichsbezogenen Daten zum Professorinnenanteil damit zum ersten Mal öffentlich gemacht werden. Lesen Sie dazu auch den Artikel im Badischen Tagblatt vom 23.12.2017.
Im Folgenden lesen Sie eine Stellungnahme von Brigitte Lösch zu ihrem Antrag:
"Der Anteil der Professorinnen in Baden-Württemberg hat sich dank vieler Fördermaßnahmen in den letzten Jahren deutlich auf nun rund 20% erhöht. Der Anstieg von 16,8 Prozent auf 20,8 Prozent im Bereich aller Hochschulen im Zeitraum von 2010 bis 2016 ist ein erfreuliches Zwischenergebnis. Besonders im Bereich der Universitäten konnte ein großer Zuwachs an Professorinnen verzeichnet werden, hier stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 15,0 % auf 21,1%. Dennoch wagen nur wenige der promovierten Frauen den Schritt zur Professur. Das heißt, das Ziel ist noch lange nicht erreicht und es müssen weitere Maßnahmen zur Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ergriffen werden. 
Das Potential hochqualifizierter Frauen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Deshalb wird im neuen Landeshochschulgesetz mit der Tenure Track-Professur ein wichtiges Instrument auf den Weg gebracht, um mehr Planungssicherheit und Verlässlichkeit für wissenschaftliche Karrierewege zu schaffen. Davon profitieren insbesondere auch jüngere Wissenschaftlerinnen.
Wichtig ist auch, dass die Anrechenbarkeit von Kindererziehungszeiten auf die mögliche Verlängerung der Laufzeit einer Juniorprofessur nun klarer geregelt wird. Denn auch in der Wissenschaft gilt: Eine signifikante Verbesserung des Frauenanteils in Forschung und Lehre wird nur erreicht, wenn zwischen Kind und Karriere kein „oder“ steht, sondern sich auch im wissenschaftlichen Bereich Familie und Beruf vereinbaren lassen.
Der dargestellte positive Trend im MINT-Bereich zeigt zudem: Professorinnen sind wichtige Vorbilder für Studentinnen und beeinflussen die Fächerwahl im Studium.
Deshalb ist es richtig, dass die Gleichstellungsbeauftragten weiterhin mit Stimmrecht im Senat vertreten sind, und dass das MWK durch eine Rechtsverordnung klarstellen wird, in welchem Umfang Gleichstellungsbeauftragte von Lehrverpflichtungen befreit sind."

 
 

BRIGITTE LÖSCH

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
Vorsitzende des Ausschusses für Kultus, Jugend & Sport
Konrad-Adenauer-Str. 12 | 70173 Stuttgart
0711 / 2063 - 664 / - 233
brigitte.loesch@gruene.landtag-bw.de 


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